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Neue Ideen entwickeln
Zu wenig gute Ideen? Zu oft hört man den Seufzer ”Wenn ich doch nur eine gute Idee hätte, um dieses oder jenes Problem zu lösen!”
Jeder kann beliebig viele Ideen entwickeln! Dabei kann man gute Ideen entwickeln, wenn man weiß, wie es geht und wenn man sich die erforderliche Zeit dafür nimmt. Auf gut Deutsch: Jeder kann beliebig viele Ideen entwickeln, je mehr man daran arbeitet, und je mehr man die Ideenfindung trainiert, desto eher sind dann bei den vielen Ergebnissen auch richtig gute, ja erstklassige Ideen dabei.
Zehn Schritte zum Erfolg: Um Erfolg zu haben, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein und die entsprechenden Schritte gegangen werden. Erstens: Die Frage, zu deren Lösung man die Idee möchte, muss exakt formuliert sein. Zweitens: Gute Ideen entwickelt am besten ein Team. Dazu braucht es drittens Regeln, bei deren Einhalten die Kreativität sich am wahrscheinlichsten entfalten kann. Viertens sollte man möglichst mehrere Kreativitätstechniken kennen, um für die vorliegende Fragestellung die beste Technik anzuwenden. Fünftens muss mindestens einer der Teilnehmer der Ideenschmiede mit der gewählten Technik schon reichlich Erfahrung haben. Sechstens braucht man genügend Zeit und die richtige Umgebung, um siebtens die Ergebnisse der Kreativitätsrunde hinreichend zu dokumentieren. Achtens erfolgt die erste richtig Schweiß treibende Arbeitsrunde, bei der die vielen gefundenen Ideen bewertet und auf die Umsetzbarkeit hin abgeklopft werden. Neuntens werden die bewerteten Ideen gewichtet und in ein Ranking gebracht, bevor man zehntens an die Umsetzung der als beste gewerteten Ideen gehen kann.
Nie wieder Ideenmangel: Wer diesen Ablauf beherrscht, wird nie wieder über zu wenige Ideen klagen. Ich halte die Wette, dass jeder, aber auch wirklich jeder, der sich ernsthaft auf einen entsprechenden Ideenfindungsprozess einlässt, dabei so viele Ideen entwickelt, dass er gar nicht mehr alle selbst umsetzen kann!
Exakte Fragestellung: Das allerwichtigste ist, dass man die Fragestellung so exakt wie nur irgend möglich vornimmt. Hierzu ein Praxisbeispiel: In einem mehrtägigen Seminar entwickelten Bildungsexperten Lehrgangskonzepte, mit deren Umsetzung unter anderem Langzeitarbeitslose so qualifiziert werden sollten, dass sie im Anschluss an ihre eigene Qualifizierungsmaßnahme einen Arbeitsplatz finden. Wie gesagt, im Seminar wurden die dem zugrunde liegenden Lehrgangskonzepte entwickelt. Die Problemstellung war unter anderem, dass qualifizierte Archäologen, die in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beschäftigt wurden, in der Industrie Beschäftigung finden sollten, die nicht mehr subventioniert werden muss.
Praxisbeispiel: Insgesamt neun Bildungsexperten suchten nach Ideen, wie diese Archäologen eine Beschäftigung finden könnten, bei der sie ihre ganz speziellen Kenntnisse und Stärken brauchen können. Die Fragestellung lautete also: Über welche speziellen Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen verfügen Archäologen? Für welche Arbeitsplätze in der industriellen Fertigung werden solche Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen benötigt? Welche Skills fehlen den Archäologen eventuell noch, die dann im Rahmen des zu erarbeitenden Lehrgangs vermittelt werden müssten? Und mit welchen Marketingmaßnahmen kann es gelingen, die Personalchefs der entsprechenden Unternehmen von der Idee zu überzeugen?
Mehr als 100 Ideen in 45 Minuten: Mit Anwendung einer ganz speziellen Kreativitätstechnik wurden insgesamt mehr als 100 unterschiedliche Ideen innerhalb von nur 45 Minuten entwickelt. Nach weiterer minutiöser Detailarbeit kristallisierte sich dann das folgende Tätigkeitsprofil heraus. Archäologen verfügen u.a. über eine intensive Ausbildung in der Sicherung von Fundstücken. Dazu müssen sie unter anderem exakt dokumentieren, was wann wo unter welchen Umständen gefunden wurde. In der Industrie ergibt sich im Qualitätsmanagement die Anforderung, bei auftretenden Fehlern, die sich im Moment niemand erklären kann, mit detektivischem Detailwissen zu dokumentieren, was wann wo unter welchen Umständen geschehen ist und dann zu dem vorliegenden Schaden geführt hat. Dieses Wissen ist erforderlich, um ähnliche Fehler künftig zu vermeiden.
Der Rest war für die Bildungsfachleute nur noch Routinearbeit. Mittlerweile sind die ersten Archäologen als Technische Dokumentare erfolgreich in größeren Industrieunternehmen tätig. Die Entwicklung der Idee, die letzten Endes zum Erfolg führte, erstreckte sich insgesamt über drei Tage hinweg, danach war die Idee aber marktreif. Das zeigt auch, dass es nicht alleine auf die Technik ankommt, mit der die Ideen gefunden werden, sondern dass dann die eigentliche Arbeit erst anfängt. Wer aber die Regeln kennt, wird immer Erfolg haben.
Der nächste Seminartermin: Das nächste freie Seminar “Neue Ideen entwickeln” findet statt am Montag, 9. Juli 2007. Seminarort: 76185 Karlsruhe, Wichernstraße 2, Schulungsraum der EUWIS-GmbH im dritten Stock. Seminarpreis: 240 Euro netto, zuzüglich 45,60 Euro MwSt (das entspricht 19 %), Gesamtpreis (brutto) somit 285,60 Euro. Im Seminarpreis enthalten sind neben den Seminarunterlagen ein Mittagessen und die übliche Tagungsverpflegung (alkoholfreie Getränke, Kaffe/Tee, Gebäck). Referent: Eberhard Häcker
In diesem Seminar “Neue Ideen entwickeln” werden anhand von Praxisbeispielen die oben kurz genannten zehn Schritte behandelt und soweit möglich abgearbeitet. Ideal ist es, wenn schon vorher konkrete Fragestellungen mit der Seminarleitung besprochen werden, damit möglichst praktische Fragestellungen gelöst werden können.
Weitere Informationen am besten per Telefon unter +49(0)721 5687870 oder bei eberhardhaecker@chefwissen.de
Hier finden Sie die Anmeldung zum Tagesseminar.
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