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Lesen Sie hier, wie es mit der richtigen Ideenfindung gelungen ist, arbeitslosen Archäologen einen ihren Fähigkeiten entsprechenden Arbeitsplatz in der Fertigungsindustrie zu verschaffen. Erfahren Sie, wie auch Sie mehr Ideen entwickeln werden, als Sie in den nächsten Monaten umsetzen können!

Finden sie hier Tipps zur Ideenfindung, weitere Informationen und  die Termine für die Seminare mit Eberhard Häcker.

Neue Ideen entwickeln

Zu wenig gute Ideen? Zu oft hört man den Seufzer ”Wenn ich doch nur eine gute Idee hätte, um dieses oder jenes Problem zu lösen!”

Jeder kann beliebig viele Ideen entwickeln! Dabei kann man gute Ideen entwickeln, wenn man weiß, wie es geht und wenn man sich die erforderliche Zeit dafür nimmt. Auf gut Deutsch: Jeder kann beliebig viele Ideen entwickeln, je mehr man daran arbeitet, und je mehr man die Ideenfindung trainiert, desto eher sind dann bei den vielen Ergebnissen auch richtig gute, ja erstklassige Ideen dabei.

Zehn Schritte zum Erfolg: Um Erfolg zu haben, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein und die entsprechenden Schritte gegangen werden. Erstens: Die Frage, zu deren Lösung man die Idee möchte, muss exakt formuliert sein. Zweitens: Gute Ideen entwickelt am besten ein Team. Dazu braucht es drittens Regeln, bei deren Einhalten die Kreativität sich am wahrscheinlichsten entfalten kann. Viertens sollte man möglichst mehrere Kreativitätstechniken kennen, um für die vorliegende Fragestellung die beste Technik anzuwenden. Fünftens muss mindestens einer der Teilnehmer der Ideenschmiede mit der gewählten Technik schon reichlich Erfahrung haben. Sechstens braucht man genügend Zeit und die richtige Umgebung, um siebtens die Ergebnisse der Kreativitätsrunde hinreichend zu dokumentieren. Achtens erfolgt die erste richtig Schweiß treibende Arbeitsrunde, bei der die vielen gefundenen Ideen bewertet und auf die Umsetzbarkeit hin abgeklopft werden. Neuntens werden die bewerteten Ideen gewichtet und in ein Ranking gebracht, bevor man zehntens an die Umsetzung der als beste gewerteten Ideen gehen kann.

Nie wieder Ideenmangel: Wer diesen Ablauf beherrscht, wird nie wieder über zu wenige Ideen klagen. Ich halte die Wette, dass jeder, aber auch wirklich jeder, der sich ernsthaft auf einen entsprechenden Ideenfindungsprozess einlässt, dabei so viele Ideen entwickelt, dass er gar nicht mehr alle selbst umsetzen kann!

Exakte Fragestellung: Das allerwichtigste ist, dass man die Fragestellung so exakt wie nur irgend möglich vornimmt. Hierzu ein Praxisbeispiel: In einem mehrtägigen Seminar entwickelten Bildungsexperten Lehrgangskonzepte, mit deren Umsetzung unter anderem Langzeitarbeitslose so qualifiziert werden sollten, dass sie im Anschluss an ihre eigene Qualifizierungsmaßnahme einen Arbeitsplatz finden. Wie gesagt, im Seminar wurden die dem zugrunde liegenden Lehrgangskonzepte entwickelt. Die Problemstellung war unter anderem, dass qualifizierte Archäologen, die in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beschäftigt wurden, in der Industrie Beschäftigung finden sollten, die nicht mehr subventioniert werden muss.

Praxisbeispiel: Insgesamt neun Bildungsexperten suchten nach Ideen, wie diese Archäologen eine Beschäftigung finden könnten, bei der sie ihre ganz speziellen Kenntnisse und Stärken brauchen können. Die Fragestellung lautete also: Über welche speziellen Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen verfügen Archäologen? Für welche Arbeitsplätze in der industriellen Fertigung werden solche Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen benötigt? Welche Skills fehlen den Archäologen eventuell noch, die dann im Rahmen des zu erarbeitenden Lehrgangs vermittelt werden müssten? Und mit welchen Marketingmaßnahmen kann es gelingen, die Personalchefs der entsprechenden Unternehmen von der Idee zu überzeugen?

Mehr als 100 Ideen in 45 Minuten: Mit Anwendung einer ganz speziellen Kreativitätstechnik wurden insgesamt mehr als 100 unterschiedliche Ideen innerhalb von nur 45 Minuten entwickelt. Nach weiterer minutiöser Detailarbeit kristallisierte sich dann das folgende Tätigkeitsprofil heraus. Archäologen verfügen u.a. über eine intensive Ausbildung in der Sicherung von Fundstücken. Dazu müssen sie unter anderem exakt dokumentieren, was wann wo unter welchen Umständen gefunden wurde. In der Industrie ergibt sich im Qualitätsmanagement die Anforderung, bei auftretenden Fehlern, die sich im Moment niemand erklären kann, mit detektivischem Detailwissen zu dokumentieren, was wann wo unter welchen Umständen geschehen ist und dann zu dem vorliegenden Schaden geführt hat. Dieses Wissen ist erforderlich, um ähnliche Fehler künftig zu vermeiden.

Der Rest war für die Bildungsfachleute nur noch Routinearbeit. Mittlerweile sind die ersten Archäologen als Technische Dokumentare erfolgreich in größeren Industrieunternehmen tätig. Die Entwicklung der Idee, die letzten Endes zum Erfolg führte, erstreckte sich insgesamt über drei Tage hinweg, danach war die Idee aber marktreif. Das zeigt auch, dass es nicht alleine auf die Technik ankommt, mit der die Ideen gefunden werden, sondern dass dann die eigentliche Arbeit erst anfängt. Wer aber die Regeln kennt, wird immer Erfolg haben.

Der nächste Seminartermin: Das nächste freie Seminar “Neue Ideen entwickeln” findet statt am Montag, 9. Juli 2007. Seminarort: 76185 Karlsruhe, Wichernstraße 2, Schulungsraum der EUWIS-GmbH im dritten Stock. Seminarpreis: 240 Euro netto, zuzüglich 45,60 Euro MwSt (das entspricht 19 %), Gesamtpreis (brutto) somit 285,60 Euro. Im Seminarpreis enthalten sind neben den Seminarunterlagen ein Mittagessen und die übliche Tagungsverpflegung (alkoholfreie Getränke, Kaffe/Tee, Gebäck). Referent: Eberhard Häcker

In diesem Seminar “Neue Ideen entwickeln” werden anhand von Praxisbeispielen die oben kurz genannten zehn Schritte behandelt und soweit möglich abgearbeitet. Ideal ist es, wenn schon vorher konkrete Fragestellungen mit der Seminarleitung besprochen werden, damit möglichst praktische Fragestellungen gelöst werden können.

Weitere Informationen am besten per Telefon unter +49(0)721 5687870 oder bei eberhardhaecker@chefwissen.de

Hier finden Sie die Anmeldung zum Tagesseminar.

Ideenfindung-Aktuelle Tipps

Warum ist unser Gehirn der ideale Apparat, um neue Ideen zu finden?

Warum ist die Lösung für beinahe jedes betriebliche Problem am ehesten im Unternehmen zu finden?

Was hier über das Gehirn gesagt wird, ist kein Fachartikel, sondern ein verständlicher Überblick über einige wesentliche Erkenntnisse der Hirnforschung.

Wo speichert unser Gehirn wichtige Informationen ab? Das Gehirn speichert Informationen zu einzelnen Gegenständen in unterschiedlichen Zentren ab. So werden z.B. die Informationen über den Kugelschreiber, den Sie gerade vor sich liegen haben, nicht als eine Einheit, sondern in verschiedenen Teilinformationen aufgesplittet abgespeichert. Die Information über die Farbe wird in einem anderen Zentrum aufbewahrt als z.B. die Information über das Material oder die Funktion des Kugelschreibers. Soweit ist sich die Wissenschaft einig. Wie das Gehirn es aber anstellt, später in der Erinnerung die einzelnen Informationen wieder passend zusammenzustellen, ist noch nicht hinlänglich geklärt.

Wir können Varianten bilden. Für die Kreativität ist diese Tatsache aber von elementarer Bedeutung. Wir können nämlich einen roten Kugelschreiber in unserer Vorstellung mit jeder Farbe verknüpfen, die in dem Zentrum abgespeichert wurde, in dem die Farbinformationen liegen. So können wird uns den Kugelschreiber genauso gut blau, grün, gelb oder rosa vorstellen. Damit sind der Kreativität hinsichtlich der Farbgestaltung keine Grenzen gesetzt. Gleiches gilt für die Informationen über Material, Funktion usw. Wir können uns also aufgrund unserer Erfahrung einen völlig neuen Kugelschreiber ausdenken.

Vielfältige Erfahrung hilft enorm. Da nach meiner Empfehlung bei einer Sitzung zur Ideenfindung mehrere Teilnehmer dabei sein sollen, können bei dieser Sitzung dann auch völlig unterschiedliche Erfahrungen miteinander verknüpft werden. Jeder der Teilnehmer hat einen anderen Erfahrungsschatz, was wir uns bei der Ideenfindung zu Nutzen machen. Die ideale Gruppe besteht meiner Erfahrung nach aus sechs Personen. Diese sollten aus möglichst vielen Bereichen des Unternehmens kommen, z.B. sollte bei einer Sitzung zur Entwicklung von Ideen für ein neues Vertriebskonzept auch der Bereich der Entwicklung vertreten sein, genauso wie möglichst einer der Händler sowie natürlich alle, die in irgend einer Weise die Kunden und deren tatsächliche Bedürfnisse kennen.

Jedes Unternehmen kann die wichtigsten Fragen mit dem eigenen Wissen lösen! Meine Erfahrung zeigt, dass in jedem Unternehmen die Lösung auf so gut wie alle Herausforderungen selbst entwickelt werden kann, da niemand mehr Know-how zu allen spezifischen Fragen hat als die Mitarbeiter selbst. Ideal ist es, wenn ein Außenstehender die Leitung der Ideenfindung übernimmt und dafür sorgt, dass sich die Kreativität richtig entfalten kann und dass damit die bestmögliche Idee tatsächlich auch gefunden werden kann.

Wie Sie in nur 30 Minuten 108 unterschiedliche Ideen entwickeln können

Methode 6-3-5: Sechs Personen sitzen in möglichst entspannter Atmosphäre an einem Tisch. Jeder Teilnehmer hat ein Blatt Papier vor sich und etwas zu Schreiben. Jedes der Blätter ist in drei Spalten unterteilt. Nun wird die exakte Problemstellung für alle deutlich sichtbar z.B. auf  ein Flip-Chart-Blatt geschrieben.

Erste Verknüpfungen bilden: Jetzt hat jeder der Teilnehmer exakt fünf Minuten Zeit, das aufzuschreiben, was ihm zu dieser Problemstellung einfällt. Dabei sind zwei Grundvoraussetzungen streng  einzuhalten: Es darf nicht geredet werden und jede Idee ist erlaubt, auch wenn sie auf den ersten Blick noch so abstrus klingt. Jeder der Teilnehmer soll an oberster Stelle auf seinem Blatt in die drei Spalten seine drei ersten Ideen eintragen.

Vernetzung der Ideen: Nach exakt fünf Minuten wird das Blatt jeweils an den Nachbarn weitergereicht. Jeder Teilnehmer liest sich jetzt das durch, was sein Vorgänger notiert hat und schreibt direkt darunter das, was ihm zu dieser Idee einfällt. Immer noch gilt, dass nicht geredet werden darf und dass es nur gute Ideen gibt. Nach weiteren fünf Minuten wird das Blatt wieder weitergereicht, bis nach einer halben Stunde jeder der sechs Teilnehmer jeweils 18 Ideen auf sechs verschiedene Blätter aufgeschrieben hat. So haben Sie in nur 30 Minuten 108 unterschiedliche Ideen zu einem speziellen Problem.

108 Rohdiamanten: Natürlich sind die gefundenen Ideen lediglich Rohdiamanten, die nun sehr exakt bearbeitet werden müssen. Die Ideen werden nun auf ihren Gehalt hin abgeprüft und bei Bedarf weiter entwickelt. Am Ende steht eine Liste der besten Ideen mit ersten Vorschlägen zu ihrer Umsetzung.

Ertragreiche Methode: Ich habe noch keinen Fall erlebt, bei dem am Ende nicht Ideen ohne Ende gestanden haben, die bei richtiger Umsetzung die Kosten der Ideenfindung um ein mehrfaches wieder eingespielt haben.

Zitat: “Wer über zu scharfen Wettbewerb klagt, dem fehlt es in Wahrheit nur an den richtigen Ideen” - das sagte Walter Rathenau, AEG, schon im Jahr 1905.

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